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  Erdwärme

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Erdwärme
Bei der Erdwärme (Geothermie) wird die Wärme der Erde genutzt. Im Erdkern finden radioaktive Kernphänomene und Kernspaltungen statt. Es entsteht eine thermische Strömung, die die Erdkruste durchzieht. Die Temperatur steigt von der Erdoberfläche zum Erdkern durchschnittlich um 3° C je 100 m. Erdwärme ist insbesondere an Orten interessant, an denen die hydrogeologischen Bedingungen zu einer hohen Wärmekonzentration mit Dampferzeugung unter Druck führen.
Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass sie nicht von atmosphärischen Bedingungen oder der Verfügbarkeit eines Substrats abhängt. Es handelt sich um eine zuverlässige und stabile Energiequelle, wenn man die Regenerationszeit einhält (sie wärmt sich durch Kontakt mit den darunterliegenden Schichten wieder auf), auch wenn sie nicht völlig unerschöpflich ist und ihr Wärmegehalt zurückgehen kann.
Es entstehen nur wenige Abfälle: durchschnittlich stossen die Erdwärmekraftwerke weltweit ca. 55 g CO2 pro erzeugter kWh aus, ein Gaskraftwerk produziert dagegen die zehnfache Menge. Es handelt sich somit um eine saubere, aber teure Energie.

Die in unseren Breiten verbreitetste geothermische Anwendung ist die Wärmepumpe. Die thermische Konversion erfolgt entweder durch Auffangen in der Tiefe (Kernbohrung) oder durch Wärmeübertragung an der Oberfläche (Wärmetauschrohrnetz). Dabei ist zu beachten, dass die Wärmepumpe ein Unterstützungssystem ist, das elektrische Energie verbraucht, jedoch aus einer «kalten» Quelle genug Kalorien für eine Niedertemperaturheizanwendung ziehen kann. Eine weitere Anwendung ist zurzeit im Versuchsstadium: das Speichern in der Tiefe von im Sommer eingefangener Sonnenwärme, um sie im Winter wieder nach oben zu «pumpen».
 

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