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Die Antriebskraft des Wassers

Schon seit der Antike bemüht sich der Mensch mehr oder weniger erfolgreich, die Kraft des Wassers nutzbar zu machen. Die Antriebskraft des Wassers wird schon seit langem eingesetzt, um Mühlsteine zu drehen, es ist jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert möglich, sie in elektrische Energie umzuwandeln. Die einfachste und älteste Form der Anwendung ist ein Schaufelrad aus Holz. Seine Schaufeln tauchen horizontal in den Wasserlauf ein, um kinetische Energie aufzunehmen. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Modelle entwickelt, um den Ertrag zu steigern.
- 2. Jhd. v. Chr.: Mit dem ersten Wasserrad konnte die Wasserkraft nutzbar gemacht werden.
- Die Erzeugung hydraulischer Energie mit einem gegossenen Wasserrad, so wie wir sie heute kennen, ist seit dem Mittelalter bekannt. Die erste Turbine, die sich vom Wasserrad hauptsächlich dadurch unterschied, dass sie den Wasserdruck nutzte, entstand im 18. Jahrhundert.
- 19. Jhd.: Dank der Turbine, Dynamos und schliesslich der Kopplung von Wechselstromgeneratoren konnte auf industrieller Ebene aus mechanischer Energie Strom erzeugt werden. 1870 wurde der erste Drehstromgenerator entwickelt, mit dem mithilfe einer Turbine Strom erzeugt werden konnte.
- 1883 wurde der Transformator erfunden.
- 1894 wurden die 4 grössten Gemeinden der Schweiz von kleinen lokalen Kraftwerken versorgt.
- Zwischen 1920 und 1940 erlebte die Wasserkraft mit dem Bau zahlreicher Staudämme einen spektakulären Aufschwung.
- Zu Weihnachten 1875 wurde zum ersten Mal in der Schweiz ein Hotel in St. Moritz elektrisch beleuchtet.
- Das erste Wasserkraftwerk wurde 1880 in der englischen Grafschaft Northumberland in Betrieb genommen. Damit konnte Strom industriell erzeugt werden.
- Zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurden zum ersten Mal Saisonspeicherwerke gebaut. Der Konjunkturaufschwung nach dem Krieg führte zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach Elektrizität. Die grossen Talsperren in den Alpen stammen aus dieser Zeit.
- Gegen Ende des zweiten Weltkriegs hatten sämtliche Schweizer Gemeinden Elektrizität.
Die Schweiz gehörte bald zu den bedeutendsten Stromproduzenten in Europa. Auf Grund ihrer zahlreichen Flüsse und natürlichen Reservoirs wurde sie als Wasserspeicher Europas bezeichnet. Noch heute wird über 55 % des Energiebedarfs durch Wasserkraftwerke gedeckt.
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